Ein Zeichen der Verbundenheit mit Peremyschljany

1.470 Kilometer zwischen Hürth von seiner ukrainischen Partnerstadt Trennen die Menschen nicht

Die Bürgermeister der Partnerstädte, Dirk Breuer und Oleksandr Zozulya, enthüllten gemeinsam vor dem Rathaus von Peremyschljany einen neuen Wegweiser, der Richtung Hürth weist und die Verbindung zwischen beiden Städten deutlich macht. „Trotz fast anderthalbtausend Kilometern Entfernung sind Hürth und Peremyschljany fest verbundene Partner geworden“, betonte Oleksandr Zozulya.

Eine Delegation der Stadt Hürth unter der Leitung von Bürgermeister Dirk Breuer und dem PVH Vorsitzenden, Rüdiger Winkler, hat die Partnerstadt zum ukrainischen Osterfest besucht. Inmitten des russischen Angriffskrieges setzte die Reise ein Zeichen für Solidarität und gelebte Städtepartnerschaft.

Zum Programm gehörte auch die Eröffnung eines Spielplatzes. Die Spielgeräte für zwei Spielplätze konnten auf Initiative der Stadt Hürth besorgt und in die Ukraine geliefert werden. Sie wurden durch die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) im Rahmen des Projekts „Kommunale Partnerschaften für Bevölkerungsschutz und Wiederaufbau in der Ukraine“ beschafft und vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert.

Die Besucher aus Hürth konnten sich auch vor Ort davon überzeugen, dass ein im Januar nach Peremyschljany transportierter Generator, der aus Spenden des Partnerschaftsvereins der Stadt Hürth finanziert wurde, für die zuverlässige Energieversorgung einer Schule sorgt. 

„Heute empfangen wir nicht einfach eine Delegation, sondern echte Freunde. Diese Partnerschaft, die wir gemeinsam über Jahre aufgebaut haben, ist zu einer konkreten Umsetzung vieler guter Taten geworden. Ich danke der Stadt Hürth von Herzen für ihre Unterstützung. In den schwierigsten Zeiten habt ihr nicht nur mitgefühlt, sondern gemeinsam mit uns gehandelt“, bedankte sich Zozulya.

Das ukrainische Osterfest – eine Woche nach dem Osterfest in Deutschland – feierten die deutschen Gäste bei einer Liturgie im ukrainisch griechisch-katholischen Kloster von Univ, wo das traditionelle Osterbrot Paska gesegnet wurde. Eine besondere Ehre war die persönliche Einladung des Abts, Pater Josafat, zu einem traditionellen Osterfrühstück im Kreis der Mönchsgemeinschaft.

Daneben standen zahlreiche Begegnungen mit Vertreterinnen und Vertretern aus Verwaltung, Bildung und Zivilgesellschaft auf dem Programm. Besonders bewegend war für die Delegation aus Vertretern der Stadtverwaltung und des Partnerschaftsvereins der Besuch des Ehrenfriedhofs in Lwiw (Lemberg). „Diese Kriegsgräberstätte erinnert uns eindringlich daran, welch hohen Preis die Menschen in der Ukraine seit Beginn des russischen Angriffskrieges zahlen“, zeigte sich Winkler tief bewegt. In Peremyschljany leben rund 24.000 Menschen. Die Stadt trauert inzwischen um über 80 Gefallene.

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