Mitgliederversammlung erweitert den Vorstand zur Unterstützung von Peremyschljany
„Wir freuen uns, dass wir in unserem Vorstand mit Thomas Schmitz und Ingo Müller zwei zusätzliche Kräfte für unsere Partnerstädte in Polen und der Ukraine gewinnen konnten. Ingo Müller kümmert sich seit langem als städtischer Fuhrparkleiter um unsere Transporte nach Peremyschjany, die anfangs über Skawina abgewickelt wurden und daher seine engen Kontakte dorthin begründen. Auch Thomas Schmitz zeigte nach dem gemeinsamen Besuch zum orthodoxen Osterfest in unserer ukrainischen Partnerstadt großes Interesse sich im Vorstand für unsere vom russischen Angriffskrieg schwer belastet Partnerstadt zu engagieren“, berichtet der alte und neue Vorsitzende, Rüdiger Winkler.
Neben Winkler wurden auch die geschäftsführenden Vorstandsmitglieder Tobias Püllen als stellvertretender Vorsitzender und Reinhard Schmitt-Berger als Schatzmeister einstimmig im Amt bestätigt. Den Vorstand komplettieren neben den neuen Mitgliedern Schmitz und Müller die bisherigen Beisitzer Horst Lambertz und Gerd Jumpertz für Argelés-sur-Mer, Katharina Figura für Skawina, Patrick Kasten für Peremyschljany, Claudia Schulz für Thetford und Christina Fuhrmann für Burhaniye.
Bürgermeister Dirk Breuer gratulierte zur Wahl in den Vorstand des Vereins und dankte dem Vorstand und allen PVH-Mitgliedern für die im Berichtszeitraum in Abstimmung mit der Stadt geleistete Arbeit für Hürths sieben Partnerstädte. Er sagte außerdem die weitere Unterstützung der Vereinsarbeit durch die Verwaltung zu.
In seinem Rechenschaftsbericht konnte Winkler von einem sehr erfolgreichen Zeitraum mit vielen Aktivitäten seit der letzten Mitgliederversammlung berichten. Im Mittelpunkt standen dabei die Partnerstädte Peremyschljany und Kabarnet in Kenia.
Nach Peremyschjany war erst kurz vor der Mitgliederversammlung der 31. Sattelzug mit Hilfsgütern für die Ukraine auf den Weg geschickt worden. Die großen 40-Tonner transportierten bisher deutlich über 1.000 Europalletten. Zusätzlich schickte Hürth inzwischen zwölf zum Teil zwar gebrauchte aber generalüberholte Fahrzeuge vom Feuerwehrwagen bis zum behindertengerechten Kleinbus in die Ukraine; hinzu kommen über 60 Generatoren sowie medizinische Hilfsmittel und Krankenhausbedarf einschließlich eines modernen Röntgengerätes.
Bei der kenianischen Partnerstadt Kabarnet sorgen nicht nur die diversen Hilfsaktionen wie zum Beispiel die Weihnachtssammlung für bedürftige Familien und die Unterstützung von Frauen- und anderen Selbsthilfegruppen für enge Verbindungen. Eine noch intensivere Zusammenarbeit bedarf es jetzt an der Kabarnet-Hürth-Schule. Diese weiterführende Tagesschule wird nach dem aus Hürth bisher begleiteten und finanzierten Neubau von acht Klassenräumen und einem Naturwissenschaftsraum derzeit um ein dreistöckiges Gebäuden mit einer Verwaltungsetage, acht Klassenräumen und einer Schulbibliothek erweitert. „Eine solch große Baumaßnahme ist uns nur dank einer Förderung durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung möglich, die 90% der Projektkosten abdeckt“, informiert Winkler und ergänzt: „Wir investieren bei der Kabarnet-Hürth-Schule aber nicht nur in Steine, sondern fördern in jedem Jahr durch das Hürther Ökumene-Projekt „Bildung gegen Armut“ und einiger privater Spender zehn Schülerinnen und Schüler mit Stipendien in Höhe des Schulgeldes.
