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Aug 26

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Berichterstattung im Kölner Stadtanzeiger vom 26.08.2013

KstA26082013

Die Kinder aus Kabarnet freuen sich über Besucher aus der Partnerstadt.
Foto: Privat

In diesem Jahr feiert Hürth ein doppeltes Jubiläum. Denn seit 25 Jahren pflegt die Stadt nicht nur eine Partnerschaft zum französischen Ort Argelès-sur-Mer, sondern auch zur kenianischen Stadt Kabarnet im Baringo County.  Von

Hürth. 

Es ist ein Doppeljubiläum, das die Stadt Hürth und der Partnerschaftsverein in diesem Jahr feiern. „Wir können auf 25 Jahre enger freundschaftlicher Beziehungen zu unseren Partnerstädten in Frankreich und Kenia zurückblicken“, berichtet Rüdiger Winkler, der Vorsitzende des Partnerschaftsvereins. 1988 wurden nicht nur Bande zum französischen Ort Argelès-sur-Mer geknüpft, sondern auch zur kenianischen Stadt Kabarnet im Baringo County. „Trotz der großen Entfernung und der extrem unterschiedlichen Lebensbedingungen ist es uns gelungen, diese ungewöhnliche Partnerschaft aufrechtzuerhalten und mit Leben zu erfüllen“, so Winkler.

Mit der französischen Partnerstadt, gelegen an der Mittelmeerküste unweit der spanischen Grenze, läuft der Austausch auf den gewöhnlichen Ebenen. Es gibt wechselseitige Besuche, es gibt einen Schüleraustausch, und für viele Hürther ist der Ort ein beliebtes Urlaubsziel. Mit Kenia ist das natürlich nicht ganz so einfach: Über 10 000 Kilometer liegen zwischen Hürth und dem Partnerort in Ostafrika. Besuche sind da stets mit großem Aufwand und hohen Kosten verbunden. Dennoch werden die Kontakte auf unterschiedlichen Ebenen gepflegt. „Es gibt vier High Schools in Kabarnet, an dreien von ihnen wird Deutsch unterrichtet“, erklärt Winkler. Insgesamt 200 Schüler lernen dort die deutsche Sprache. „In jedem Jahr laden wir den besten Deutsch-Absolventen aus Kabarnet für vier Wochen nach Hürth ein. Er kann dann am Gymnasium am Unterricht der Jahrgangsstufe 12 teilnehmen, um die Sprachkenntnisse weiter zu vertiefen.“

Mit Hilfe von Hürther Bürgern, Vereinen und Institutionen konnten in Kabarnet in der Vergangenheit zahlreiche Hilfsprojekte realisiert werden. So gelang es zum Beispiel, einige Schulen gründlich zu renovieren. „Derzeit können wir dank der Unterstützung der Hürther Kirchen die »Kabarnet-Hürth-Secondary-School« um einen Labor- und einen Büchereiraum erweitern“, erläutert Winkler. Der Lions-Club hat dabei geholfen, neben einem bereits existierenden Wassertank ein weiteres kommunales Wasserversorgungsprojekt ins Leben zu rufen.

Wie ist es damals eigentlich zu der nicht alltäglichen Partnerschaft mit der kenianischen Stadt gekommen? „Es gab Mitte der 80er Jahre einen Aufruf der Bundesregierung, nicht nur Partnerschaften mit Städten in Europa, sondern auch in der Dritten Welt einzugehen“, erinnert sich Winkler. Durch die Vermittlung des Auswärtigen Amtes habe man dann erste Kontakte zu Kabarnet geknüpft. Über die Jahre sei eine sehr lebendige Partnerschaft gewachsen.

An die Geschichte beider Städtepartnerschaften soll vom 8. bis 11. November während eines Begegnungsfestes erinnert werden. Unterstützung erhält der Partnerschaftsverein dabei vom Programm „Europa für Bürgerinnen und Bürger“ der Europäischen Union. Zu dem Fest sind auch Gäste aus den übrigen Hürther Partnerstädten eingeladen. Dabei soll es um Themen wie den Elysèe-Vertrag gehen, der vor 50 Jahren die Grundlage für die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich bildete. Debattiert werden soll auch über aktuelle europäische Probleme wie die Euro-Krise und die Jugendarbeitslosigkeit in Südeuropa. Zudem soll beleuchtet werden, wie wirtschaftliche Beziehungen durch Städtepartnerschaften verstärkt werden können.

Die „Frankreich-Woche“, bei der Händler aus Argelès-sur-Mer unter anderem landestypische Delikatessen und Weine anbieten, findet in diesem Jahr vom 9. bis 16. November im Hürth-Park statt.

(Original-Link: http://www.ksta.de/huerth/jubilaeum-eine-lebendige-partnerschaft,15189186,24124066.html)

 

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